Kraftnews vom 18.02.2020

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    Liebe WegbegleiterInnen!

    Heute kommt mit dem neuen Clubprogramm dieser persönliche Brief als Gründerin und Obfrau des Vereins Kraft für Leben, um ein besonderes Jubiläumsjahr einzuleiten und euch von meinem aktuellen Leben und den Veränderungen zu erzählen.Schön, wenn du Lust und Zeit hast, mir "zuzulesen".
     
    2020 – Ein Jubiläumsjahr für den Verein KRAFT für LEBEN

    20 Jahre gibt es diesen Verein nun, dessen Obfrau ich von Beginn an bin. 20 Jahre, knapp ein Drittel meines Lebens. Das erfüllt mich und lässt mich staunen. Seit einiger Zeit fühle ich, dass sich allerhand in meinem Leben und in mir verändert (hat). Kurz vor Weihnachten wurde ich völlig überraschend in eine ganz neue  Situation gestoßen, die ich aber sehr schnell mit großer Dankbarkeit und Freude erfüllte, auch wenn sie mich nun in eine ganz neue Richtung drängt: Ich musste – inspiriert und unterstützt von meiner ältesten Tochter – von heute auf morgen mit sehr viel Zeit und Energie für meine 93jährige Mama richtig da sein, bei ihr schlafen, für sie sorgen. Eine große Herzschwäche, die immer wieder zu Wasser in der Lunge führte macht ihr ein ganz selbständiges Leben unmöglich. Staunend erleben wir, wie Mama sich in dieser neuen Situation recht gut erholt und wir so eine erfüllte gemeinsame Zeit - auch mit Spielen, kleinen seltenen Ausflugsfahrten und gemütlichem Beisammensein - für uns alle „nutzen“ können. Es gibt mit dieser neuen Entwicklung wohl große Einschränkungen und Veränderungen in unser aller Leben, die ich Gott-sei-Dank kaum belastend erlebe. Eher fühlt es sich so an, als ob mich das Leben auch auf diese Weise in eine neue Richtung drängen möchte, die mir jedoch auch eine neue Befreiung schenkt.
     
    Mein ganzes Leben war ich eine, die voller Freude und Hingabe Verantwortung übernahm. Es begann, als ich 4 war und meine vielen Puppen und Stofftiere zunächst bei „mir“ in den Kindergarten gingen. Später besuchten sie die Schule und saßen brav – jede und jedes mit einem Mitteilungsheft vor sich liegend – vor der Tuchtafel, die ich mit sieben Jahren zu Weihnachten bekam. Als ich 16 Jahre alt war, wurden die Puppen zu kleinen Pfadfindern, ein wenig später Jungscharkindern und Basketballerinnen, die ich trainieren durfte. Weiter ging meine „Karriere“ – nun wenig überraschend – als Lehrerin und bald Mutter von vier Kindern. Diese „Karriere“ passierte einfach, und sie passierte wohl ein wenig zu schnell. 1996 brachte ein schwerer Arbeitsunfall während des Basketballtrainings mit der Schulmannschaft ein jähes Ende dieses Weges. Ich rannte in einem gemeinsamen Wettlauf mit den Schülerinnen ungebremst mit dem Kopf voraus in eine Ziegelwand, ohne jemals zu begreifen, warum ich nach der Ziellinie weiterlief: schweres Schädelhirntrauma, ein offener Schädelbasisbruch, eine Verletzung an der Wirbelsäule, ein viertägiges Verweilen im Himmel. Viel Licht, viel Schatten.
     
    Danach begann ein jahrelanger Heilungsweg. Rückblickend kann ich selbst gar nicht verstehen, wie ich das alles so freudvoll, so erfüllt über- und erleben konnte. Vielleicht war es das Licht der Nahtodeserfahrung, das alles Leid auflöste und mich in Dankbarkeit und Leichtigkeit meinen Weg mehr des Erkennens als des Heilens gehen ließ – wobei ich mich gerade frage: Gibt es da einen Unterschied? Etwas in mir möchte mit „Nein“ antworten.
     
    Auf alle Fälle zierten und zieren meinen Weg wunderbare Blumen, die ich zum Teil selbst ganz absichtslos säte. Die vielleicht schillerndste dieser Blumen ist der Verein „Kraft für Leben“. Heute erscheint diese Blume mir wie ein blühender Rosenstrauch. Ich erinnere mich, eine Zeit lang oft gesagt zu haben: „Da hab ich mir unbewusst meine eigene Therapiestation gebaut“. Ich war die ersten Jahre selbst begeistertes Mitglied der Mal- und Schreibgruppen, der Klangabende, der Wander- und vor allem auch der – von mir geleiten Pilgergruppen. Später bot ich – entsprechend der Ausbildungen, die ich nach und nach absolvierte, selbst Gruppen und Lebensberatung an.  
     
    Ja, der Verein Kraft für Leben war auch für mich ein Raum für Heilung auf vielen Ebenen geworden, ein Raum, in dem ich das, was ich gelernt, gehört und für mich erkannt hatte, umsetzen konnte. Ein Raum, in dem ich die Ideen und Inspirationen, die meist des Nachts ganz plötzlich und „ungewollt“ da waren, zu Leben erweckte. Das tat mir gut, das erfüllte und beglückte mich und schenkte vielen Menschen und mir unzählige unbeschreibliche Erfahrungen, die ein riesiges emotionales Spektrum umfassen.
     
    Nichts von dem, was hier geschah, hatte ich beabsichtigt und gesucht oder geplant. Ich folgte immer wieder neu meinem Herzen, meinem Bauch und meinen Ideen und war beglückt zu erleben, wie ganz wunderbare Menschen diesen Weg mit mir gingen, die Offenheit und die Vielfalt des Vereins mit mir gestalteten und prägten. Manche Menschen waren kurze Abschnitte an meiner Seite, manche sehr lange. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mit ihrem Herzblut Kraft für Leben bereicherten und bereichern! Mir ist bewusst, dass ich manchmal auch enttäuschte, Erwartungen und Hoffnungen nicht erfüllen konnte. Meine Dankbarkeit geht zu jedem und jeder, dem ich begegnet bin, ebenso meine allerbesten Wünsche für ein erfülltes und glückliches, gesundes Leben!
     
    Ich fühle heute eine so tiefe Verbundenheit zu jedem einzelnen, der als herausfordernde Lehrmeister (nicht immer war alles und jeder für mich „leicht“, aber immer  war alles und jeder für mich sehr wertvoll), als liebe und unterstützende SeelenfreundIn, als Suchender und Findender mit mir mehr oder weniger Schritte gegangen ist. Gemeinsam durch Täler und über Höhen hin bis zu einigen wenigen hohen Gipfeln, die uns dann und wann einen berauschenden Blick gewährten.
     
    Dieses Jahr nun ist ein Übergangsjahr. Ich spüre, dass meine so entscheidungsfreudige, aktive und kreative Energie abnimmt und es in mir still wird.  
     
    Vielleicht gibt es Menschen, die mich als Programmgestalterin ablösen und eigene Ideen zum Leben erwecken möchten und Möglichkeiten finden, ab 2021 zu bestimmen, was im Verein angeboten wird.
    Falls DU dich da angezogen fühlst, freue ich mich sehr, wenn DU dich bei mir meldest. Gerne würde ich dich – vielleicht auch ein Team – dabei begleiten, diese vielfältigen Aufgaben zur eigenen Freude und zur Freude anderer zu übernehmen.

     
    Für konkrete und dir wichtige Anfragen zu den einzelnen Angeboten kannst du dich gerne telefonisch bei mir melden (0699-16202020) – bitte mit Rufnummernangabe, da ich selten direkt erreichbar bin, aber verlässlich spätestens am Folgetag zurückrufe. Ansonsten liebe ich es, nicht angerufen zu werden (sondern bevorzuge Mails/What‘s App/Sms, die ich gerne und mit Herzen beantworte) 
     
    Mit den allerbesten Wünschen für DICH grüßt dich herzlichst

    Lisa
    KfL- Obfrau
    Auf unserer Webseite findest du neu:

    Das erstmals von Angelika Zak gestaltete Frühlings- und Sommer CLUB-Programm
     
    Der Flyer zu einem Intensivwochenende im Mai mit Gerd Bodhi Ziegler, der unseren Verein seit vielen Jahren schätzt und unterstützt. Seine Arbeit war für mich wesentlich in meinen Jahren der Heilung. Es ist mir ein großes Anliegen, vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, diese "Arbeit" und Gerd Bodhi Ziegler persönlich kennen zu lernen.
     
     
    EINLADUNG ZM
    20 Jahre KfL
    20. 02. 2020 - 2. Jubiläums-Event

    12.30 Unsinniger Donnerstags-Brunch
    und Tanznachmittag bis 16.30

    alles gratis :-)

    Anmeldung bei mir per Antwortmail
    Veranstaltungsort SPIELRAUM FÜR ALLE, Innsbruck - Wilten
    Franz-Fischer-Str.12 (vom Parkplatz M-Preis am Wiltener Platzl führt direkt neben dem M-Preis-Gebäude eine Treppe hinauf in die Räume des Spielraums für Alle)
    Babsi hängt Luftballone für euch auf!

    EINFÜHLSAME KOMMUNIKATION
    EINFÜHRUNGSWOCHENENDE 21. - 23.2.

    mit Christa Wolf
    s. KfL-Clubprogramm