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30. 5. - 8. 6. 2002
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Mein Jakobsweg im Juni 2002-10-06
Jakobswegerfahrungen unserer „Roll-Heidi“ Heidi Lanznaster

Die Jakobmuschel - ursprünglich ein Fruchtbarkeitssymbol - gehörte zur
Ausrüstung eines Pilgers und später wurde sie zum Zeichen der
geglückten Pilgerschaft - schlechthin.
Mittwoch, 29. 5. Noch Zuhause
Steffi hat gepackt. Um 16 Uhr ist Lisa mit Christian und Bus gekommen und hat das Gepäck abgeholt. Ich bin um 17.30 mit E-Stuhl zum Dom gefahren. Dort war eine Andacht mit Monsignore Wieser, der den Reisesegen spendete und er gab uns diese Gedanken mit: Möge es uns gelingen, das für uns Rechte zu sehen zu hören zu denken und zu fühlen! Danach haben wir uns im Dom-Cafe verabschiedet von den nicht an der Pilgerfahrt teilnehmenden Vereinsmitgliedern. Lisa blieb bei mir über Nacht.
Fronleichnam, Donnerstag, 30. 5. Innsbruck - Inzing
Um 6 Uhr sind wir aufgestanden. Lisa ging zum Vereinsbüro um die anderen abzuholen. Um 7.30 sind wir, Claudia, Ricki, Christian, Richard, Lisa und ich, mit meinem Turbo Elektrorolli losgezogen. * Bei Kranebitten beim Hexenhäuschen wartet Ilse, die in Völs wohnt * In Völs machten wir eine kleine Pause. ! weiter: In Afling Erdbeeren geklaut. Rast im Himmelreich (Kematen) Mittagspause am Inn (Spezialklo aus weggeworfenem Bierkasten) Kaffeepause in Inzing. Bus wurde von Toni Kutmon am Vortag hier bei unserer ersten Unterkunft abgestellt. Mit Bus zur Georgskirche in Leiblfing. Durch die Scheune ins Zimmer bei Familie Haslwanter. Abendessen im Gasthaus Lamm.
Freitag, 31. 5. Inzing - Stams
Foto mit Familie Haslwanter. Die ganze Gruppe geht bei herrlichem Wetter und guter Laune über Hatting, Polling nach Flaurling. Lisa, Christian und ich gingen am Radweg neben dem Inzinger Bach bei sommerlicher Hitze. Weiter nach Oberhofen und Pfaffenhofen zu meinem Verwandten Karl Spötl. Kaffee bei Möbel Föger in Telfs. Übernachtung in einem einfachen Lager am Camping Platz Eichenwald in Schöneck. Dort angekommen, mußte Richard nach Inzing ins vorige Quartier zurück fahren, wir hatten ein Kabel von meinem Ladegerät vergessen. Kommentar von Ilse: Beinahe hätten wir unsere Heidi nicht mehr aufladen können. In Silz kommt Brigitta für zwei Tage zu uns.
Samstag, 1. Juni Stams - Karres
Nach einer ersten Rast gehen wir weiter Richtung Haiming, durch einen wunderbaren Wald. Abenteuerlicher Weg am Inn entlang über Tiefen und Höhen. Wir beobachten das Rafting auf dem Wasser. Dank Christian - dem Gebirgsjäger - und gemeinsamer Hilfe nehmen wir jede Hürde (40% Steigung). Mittagsrast und Besuch des Naturklos, "gebaut" aus einer Obststeige v. Lisa u. Richard. Bei großer Hitze über die Landstraße. Bekanntschaft mit Haflinger Pferden. Überquerung der "Wüste Gobi" im Schotterwerk bis zu einer Oase am Fluss. Eine Schranke versperrt den Weg, wird aber gemeinsam von Richard und Christian geknackt. (wo sie das wohl gelernt haben??) Über eine Hängebrücke nach Roppen. Von dort mit unserem Bus nach Karres, dort wo wir zwei, Lisi u. ich beim Pfarrkurator Robert Prantner und seiner Familie, die anderen in einer Pension geschlafen haben.
Sonntag, 2. Juni Karres - Zams
Lisa und ich hatten einen ersten gemeinsamen Ruhetag geplant – es kam aber anders! Lisa´s "neuer Chauffeur" Michael bringt uns im Bus nach Zams zur Pension Haueis (kleiner Josef). Dann sind wir zur Autoweihe (ÖAMTC) mit einer Musikkappelle, in der Michael midas Flügelhorn gespielt hat. Die Messe feierte Prof. Rotter; sie fand vor dem Gebäude der Venet - Bergbahnen statt. Lisa machte mir den Vorschlag, daß wir beide auf den Berg hinauf fahren könnten, wenn es mit kl. Stuhl möglich ist. Nach Absprache mit dem "Bodenpersonal", tauschte ich die Rollstühle aus, und wir fuhren mit Hilfe auf den Venet hinauf. Herrlicher Rundblick in Richtung Flirsch. Viele Foto gemacht. Kleine Wanderung, Lisa hat ihre Arme "gespürt". Talfahrt - Stuhlwechsel. Mit Handy Michael angerufen. Er fuhr uns mit dem Bus auf die Kronburg. Treffen mit den anderen und Kaffee trinken. Rückkehr auf dem schönen Jakobsweg ohne Auto. Lisa läßt mich "auf der Straße" warten, während sie sich duscht. Ich nutze die Gelegenheit und "kokettiere" ich mit fremdem Mann, der mich an diesem Tag an zwei verschiedenen Plätzen gesehen hat. Anschließend bei einer kl. Rundfahrt treffe ich auch noch auf ein "höfliches Pferd", das mir sehr freundlich und aufmerksam zunickt. Gemeinsames Abendessen in der "Gemse". Besuch haben wir von Doris + Mutter + Nachbarin bekommen, die zwei Tage später Richard mit ihrem Auto von Stuben zu uns zurückbringen wird. Abschied von Claudia, Birgitta, und Christian.
Montag, 3. Juni Zams - Flirsch
Der echte Ruhetag beginnt mit Stress um 6 Uhr. Nach den Frühstück fährt Richard mit dem Bus Lisa und mich nach Flirsch . Von Otto, einem Bekannten Lisas, wird Richard zurückgebracht . Wir wohnen in schönen Zimmern bei Familie Hölzl . Endlich ist Ruhe. Bettruhe. Jause auf der Terasse. Gehen mit den Krücken Danach gehe ich mit Lisa auf der alten Römerstrasse von Flirsch in Richtung Strengen. Eine Frau begleitet uns einen Teil des Weges, um uns bei einer engen Wegstelle zu helfen. Lisa sieht den Platz und entscheidet sich letztendlich umzukehren. Das hat es noch nie gegeben – also muss es wohl wirklich gefährlich gewesen sein! Auf einer Bank rasten wir bevor wir in den Ort zurückkehren. Abendessen im GH Passur. Erster Regen! Übernachtung bei Familie Hölzl.
Dienstag, 4. Juni Flirsch - Stuben
Lisa + Heidi´s Tag: Warm eingepackt und mit "hundert" Pullover verlassen wir Flisch um 9.30 Herrliche drei Wanderstunden auf einem Rad - Schotterweg der Rosanna entlang, schöne Gespräche. Kanalbaustelle: Räumungsaktion für meinen Rolli Ein riesiger Bagger versperrt den Weg = doch er hilft: schaufelt eine eigene Straße für mich. Gemütliche Rast an der Rosanna Endlich erreichen wir um 12.30 St. Anton Wir bekommen Geleitschutz von der Gendarmerie - Lisa fährt im Auto mit, durch die erste Galerie ---> St. Christopf, dann ist meine Batterie alle. Nachmittagspause in der heißen Sonne mit Jause und Gedächtnis --Spielen, bis uns Richard mit dem Bus abholt. Abendessen in Stuben.
Mittwoch, 5. Juni Stuben - Wald
Die ganze Etappe bei schönem Wetter, der Aflenz entlang mit der Gruppe gegangen, zuerst mit Ilse, Ricki und Lisa. Ilse wird von Richard mit dem Bus nach Langen gebracht- fährt für einen Tag mit dem Zug nach Hause für eine Untersuchung. Zu viele Stufen beim zuerst geplanten Quartier bei Frau Gartner. Sie vermittelt uns eine geeignete neue Unterkunft im Ort. Abendessen im Gasthof Jägerheim. Zwei Frauen, Hermine und Inge stossen zu uns, hergebracht von Konrad, den ich kenne. Erste Blumenfotos. Kapelle. Wunderschöne Landschaft. Die anderen wohnen im ältesten Haus von Wald. Dort ist der Hausherr Hobbyfotograf.
Donnerstag, 6. Juni Wald - Bludenz
Wir, Lisa und ich, trennen uns von der Gruppe in Dalaas. WC am Campingplatz - Aufseher regt sich auf, aber Lisa kriegt das schon wieder hin. Entlang der Aflenz auf Radweg. Zufälliges Treffen mit der Gruppe vor Radin. Gemeinsame Mittagsrast. Doppelbanklatrine,- zwei Holzbänke zusammen gestellt, dazwischen Öffnung für.... Mit Inge weiter. Bei GH Krone schiebe ich mit E-Stuhl unseren Tisch mit Kaffeetassen auf Lisa - ein Schrei, nasse Hose und viel Gelächter. Am Weg zum Bahnhof, bekommt Lisa Nachricht von Ilses Rückkehr. Nachdem das ursprünglich in Bludenz geplante Quartier für mich nicht zur Verfügung gestellt wurde, treffen wir eine alte Frau, Engel Elisabeth, die uns durch den Sekretär des Bürgermeisters zu einem Zimmer im GH Aflenz (4**** Hotel, verbilligt) außerhalb Bludenz verhalf. Dort hat auch die Gruppe mit uns zu Abend gegessen.
Freitag, 7. Juni Bludenz - Feldkirch
Um 8:30 brechen Lisa und ich bei strömendem Regen auf. Nach einer Stunde sind wir in Bludenz am Bahnhof. Auf dem E-Stuhl sitzend, werde ich von einer Hebebühne zum Einstieg in den Waggon gehoben. Von dort fahre ich hinein. Meine erste Zugfahrt im E-Stuhl! In Feldkirch steigen wir wieder mit Hilfe der Hebebühne aus. In der Jugendherberge war alles in Ordnung. Im Vorjahr war das nicht so. Langer Spaziergang zur Schattenburg. Mittagessen im Schattenburg Pfandl. Altstadt und Dom – ich kann nicht hinein, weil es keine Zufahrt für EStühle gibt! Lisa ärgert sich und redet mit dem Domverantwortlichen ein „ernstes“ Wörtchen. Cappuccino im Cafe. Langer Spaziergang zurück zur Herberge. Dort treffen wir Inge, Gymnastik Übernachtung.
Samstag, 8. Juni Feldkirch - Innsbruck
Richard hat Gepäck und Leute in den Bus verfrachtet. Abstecher über die Schweizer Grenze nach Liechtenstein. Verabschiedung in Schaan von den Gruppenmitgliedern, die am Jakobsweg weitergingen. Richard und ich fahren bis zum nächsten Quartier der Pilger in Trübbach. Abladen des Gepäcks. Zurück nach Feldkirch. Freudige Überraschung: Dombesichtigung mit Hilfe unserer tragbarer Schienen. Rückfahrt nach Tirol. Picknick am Arlberg. Um 15 Uhr wieder daheim. Damit hat mein zweites Jakobsweg Abenteuer ein Ende gefunden! Es waren ereignisreiche, aufregende und wunderschöne Tage für mich! Die zweite Gruppe setzte die Pilgerschaft bis Einsiedeln in der Schweiz noch fünf Tage fort, Christian und Fahrerin Birgit kamen mit dem Auto nach.